Monate: August 2015

Lofoten – wo die Berge ins Meer fallen

Wenn hohe schroffe Berge direkt ins Meer fallen, dann bist Du auf den Lofoten. Die Faszination der „Lofotwand“, wie man die Berge der drei Lofoteninseln auch nennt, ergreift uns immer wieder. Auch beim wiederholten Besuch ist es ein beeindruckender Anblick. Die Gebirge der Lofoten gehören zu den ältesten der Welt – seit 1000 Jahren fischen die Menschen rund um die Lofoten. Die Fischerhäfen, Boote und die Gestelle zum Trocken des Dorsch gehören auch zum Bild dieser Inseln. Wir nehmen uns viel Zeit für die Lofoten. Vor allem die südlichste Insel Flakstadøya hat es uns dieses Mal angetan. Wir verbringen einen Tag in Å, dem südlichsten Ort der Lofoten, der nur aus einem Buchstaben des norwegischen Alphabets besteht. Und wir sind in Moskenes, wo der Campingplatz uns endlich eine Waschmaschine beschert und uns ein Morgen kurzzeitig Nebel bringt, der nur im Ort hängt, was bei der morgendlichen Wanderung vom Berg aus faszinierend aussieht. Und wir können uns in Reine dank der Erfahrung aus dem Donau Ruderclub Neuburg zwei Doppel-Seekajaks ausleihen und eine herrliche Rundtour durch Fjord …

Wunderbare Vesterålen

Die Lofoten sind in aller Munde. Doch nördlich liegt die Inselgruppe der Vesterålen, die zwar auch kein Geheimtipp mehr sind, aber noch viel ursprünglicher und einsamer. Unsere Reise führt uns zum wiederholten Mal dorthin und wir sind wieder begeistert. Das Wetter wechselt nun auf ein stabiles Hoch und wir gondeln einige Tage über die drei Inseln, die mit Brücken verbunden sind und viel Natur und tolle Buchten bieten. Noch ist es auch fast rund um die Uhr hell, der Sommer verabschiedet sich erst langsam. Besonders beeindrucken uns zwei Abende auf der Insel Langøya, die wir an der Küste zwischen Myre und Nyksund verbringen. Herrlicher Blick gen Westen auf die untergehende Sonne, eine eigene Feuerstelle und ein ruhiger Stellplatz in der freien Natur. So stellt man sich Norwegen vor. Nyksund ist ein ehemaliges Fischerdorf, das mehrere Male verlassen wurde, weil die Fischer dort keine Zukunft mehr sahen. Mittlerweile ist es von einer bunten alternativen Truppe, auch von einigen Deutschen wieder hergerichtet worden und im Sommer voller Leben. Nyksund und der Ort Stø werden vom „Königinnenweg“ verbunden. …

Überraschungen

Der Tag unserer Walsafari beginnt mit einer heftigen Überraschung. Wir haben mithilfe von zwei Fähren Andøya erreicht, die nördlichste Insel der „Vesterålen“. Und wir haben den Campingplatz von Stave ausgewählt, den wir schon von unseren früheren Reisen kennen und der an einem wunderbaren Sandstrand am Atlantik liegt. Morgens bei einem Ausflug über den Strand steigt mir plötzlich ein beißender Geruch in die Nase! Und dann das Erschrecken: was ich für einen großen Stein hielt, ist ein toter männlicher Pottwal, der am Strand verwest. Doch damit nicht genug der Überraschung: wenige Minuten später rückt ein Baggerfahrer samt Bagger an, der die Aufgabe hat, dem Tier ein Grab zu schaufeln. Keine einfache Aufgabe, denn ein toter Wal ist viele Tonnen schwer und das Grab muss oberhalb des Strandes an einer Wiese gegraben werden. Die Einzelheiten erspare ich Euch. Mittags haben wir dann die Walsafari in Andenes gebucht. Die hat uns hier vor sechs Jahren sehr beeindruckt. Damals hatten wir tolles Wetter und eine glatte See, dieses Mal soll sich das Wetter zwar noch bessern, aber bei der …

Bei Bischof Berislav in Tromsø

Ein Besuch bei einem alten Bekannten Tromsö und der katholische Bischof Berislav – für mich gehört das längst zusammen und beide schätze ich sehr. Seit 2009 ist der gebürtige Kroate Berislav Grgic Bischof der nördlichsten katholischen Diözese der Welt, der Prälatur Tromsö. Und seit 2009 besuche ich ihn hier nun zum dritten Mal; und einmal habe ich ihn zwischenzeitlich in Rom durch Zufall auf dem Petersplatz getroffen. Kennengelernt habe ich ihn kurz vor der Abreise nach Tromsö in Bayern. Denn er leitete zwei Jahre lang den Pfarrverband Deisenhofen-Oberhaching in der Erzdiözese München-Freising. So freue ich mich, dass es auch dieses Mal mit einem Besuch bei „meinem“ Bischof Berislav klappt. Kein Bischof sonst nimmt sich zwei Stunden Zeit für ein ausführliches Gespräch. Es ist spannend und interessiert mich sehr, wie sich die nördlichste Diözese der Welt seit seiner Ankunft vor sechs Jahren entwickelt hat. Die Flüchtlingsströme der Welt lassen die Zahl seiner Schäfchen stetig wachsen. Als er antrat, waren es etwas mehr als 2000, jetzt sind es über 6000. Freilich sind das für die riesige Diözese, …