Monate: Januar 2016

Die neue Völkerwanderung – Georg Mascolo

„Wir schaffen das“ – der Satz von Angela Merkel ist „ebenso mutig wie schwierig. Denn was dieses DAS sein wird, wissen wir noch nicht. (…) Nun steht dieser Satz im Buch der Deutschen. Er gehört uns nun allen, auch denjenigen, die ihn nicht gesagt haben. Er ist unsere Verpflichtung.“ Das sagt Georg Mascolo am Ende seiner nachdenklichen Rede beim Jahresempfang der Evangelischen Akademie Tutzing und wünscht allen ein tatkräftiges Jahr, das anders enden möge als es begonnen hat. Georg Mascolo, früher Spiegel-Chefredakteur, heute Leiter des Rechercheverbundes von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung, erinnert gleich zu Beginn seines Festvortrages „Exodus – Politik, Medien und die neue Völkerwanderung“ an die deutsche Geschichte. Denn in der Folge des 2. Weltkrieg wurde 1951 die Genfer Flüchtlingskonvention beschlossen, ein modernes Flüchtlingsrecht – Deutschland als Auslöser. 65 Jahre später ist „es dieses Deutschland, ohne dessen Barbarei es wohl gar kein Flüchtlingsrecht geben würde, das nun, ziemlich allein, ohne die USA und ohne fast alle der europäischen Partner die Regeln und Reichweite es humanitären Grundrecht neu bestimmt. Es ist ein Rendezvous mit der eigenen Geschichte.“ Mascolo beschreibt …

Rückblick und Ausblick

Wir blicken auf ein erfolgreiches und glückliches Jahr 2015 zurück. Doch darf man das angesichts der Krisen auf der Welt und der düsteren Szenarien vieler Politiker überhaupt sagen und schreiben? Ja, denn weder steht unser Land vor einer „Flüchtlingskatastrophe“ – dieses Wort gehört nicht zu meinem Wortschatz -, noch ist der Wohlstand ernsthaft gefährdet. Im Gegenteil, ich gehöre zu denen, die glauben, dass unser Land die große Zahl von Flüchtlingen gut gemeistert hat und meistert. Und unser Land steht gut da. Die Wirtschaft brummt und wer sich mal mit Arbeitgebern unterhält, zum Beispiel aus dem Handwerk, der weiß, dass Deutschland die Flüchtlinge braucht. Natürlich gibt es Menschen, die schwarz sehen und Medien schelten, diese würden „Euphoriejournalismus“ betreiben. Besonders merkwürdig finde ich, wenn Journalisten selbst kritisieren, dass Medien positiv über die Ankunft und Aufnahme der Flüchtlinge in unserem Land berichten. Das Flüchtlingsthema wird uns auch 2016 begleiten und das ist gut so. Ausblick Ich freue mich auch im neuen Jahr auf viele spannende Begegnungen mit Menschen, die etwas zu erzählen haben. Gerade bei der abwechslungsreichen Arbeit für die Abendschau …