Monate: April 2016

Mit der Drohne sicher zur Schule

Wer erinnert sich nicht an die guten alten FWU-Filme in der Schule? Fette Filmrollen wurden zu Beginn des Unterrichts in den Projektor gestemmt und dann ratternd im Unterricht abgespielt – der Unterricht in Biologie, Erdkunde oder Geschichte wurde so mit Bewegtbild angereichert. Das FWU Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht gemeinnützige GmbH gibt es bis heute und ist unser langjähriger Kunde. Mehr als ein Dutzend Filme haben wir im Lauf der letzten zehn Jahre für das FWU realisiert. Die Anforderungen wachsen und so setzen wir bei unseren aktuellen aufwendigen FWU-Produktionen auf den Einsatz moderner Kameratechnik und auf eine umfangreiche Post-Produktion (Uli Reisch/drehmoment). In diesen Tagen haben wir in und um Neuburg für den Film „Sicherer Schulweg – zu Fuß, per Bus und Roller unterwegs“ gedreht. Dabei kam unter anderem eine Drohne (Christian Baumeister/machdas) zum Einsatz. Schon bei unserer letzten Produktion „Das Traumrad“ stellte sich der Einsatz der Drohne als großer Vorteil heraus: gerade in Verkehrssituationen hilft der Überblick. Unterstützt werden wir bei diesem Projekt von Frank Hahn vom ADAC, Fachreferent für Verkehrserziehung, der uns bei allen Drehs …

Lob der Provinz

Oft ist die Kirche, die Pfarrerin und der Pfarrer die letzte Institution in fränkischen und bayerischen Dörfern. Denn auch wenn der letzte Dorfladen zugemacht hat, im Wirtshaus das Licht ausgegangen ist und das Rathaus längst in einer Verwaltungsgemeinschaft in einem anderen Dorf untergebracht ist, bleibt die Kirche vor Ort. Das ist für mich die wichtigste Erkenntnis aus der Frühjahrstagung der Evangelischen Landessynode in Ansbach, die ich journalistisch begleitet habe. Im Vorfeld habe ich die Dörfer Au in der Hallertau in Oberbayern, Krummennaab in der Oberpfalz und Illesheim in Mittelfranken und ihre Pfarrerinnen und Pfarrer besucht, um Kurzportraits zu drehen. Jeder der Hauptamtlichen ist längst für eine Vielzahl von Kirchen, Gemeinden und Dörfern zuständig – eine Folge der „Landflucht“ vieler junger Menschen und natürlich eine Folge von Kirchenaustritten. Die Kirchen und die Gemeinden sind überlebensnotwendig für die Dörfer – das sollte jedem bewusst sein. Die Landessynode hat sich sich auf sehr vielfältige Art und Weise mit dem Leben in den Dörfern beschäftigt. Unter dem Motto „Lug ins Land, Kirche!“ ging es um Strategien für die Zukunft. Da geht …

Bierbauch und Speicherspeck

Eine Ausstellung über etwas, was es gar nicht gibt. Jetzt heißt es ganz stark sein: der Bierbauch ist ein Mythos. Denn, so sagt Marion Ruisinger, Direktorin des Deutschen Medizinhistorischen Museums in Ingolstadt, der Bauch kommt nicht vom Bier allein. Er entsteht dann, wenn man mehr Energie zu sich nimmt als der Körper verbraucht. Der legt dann Speicherspeck an – ein herrliches Wort. Und beim Mann legt sich der Speicherspeck halt nun mal meistens direkt in der Körpermitte am Bauch ab. Und daher kommt der angebliche Bierbauch, der keiner ist. Und dennoch widmet das Medizinhistorische Museum gemeinsam mit dem Bauerngerätemuseum Ingolstadt dem Bierbauch eine eigene Kunstausstellung. Schließlich ist Ingolstadt die Heimat des Reinheitsgebotes, das in diesen Tagen 500 Jahre alt wird. Zu sehen sind in einem Stall des Bauerngerätemuseums kunstvolle Fotografien von Gabriele Neumaier. Sie hat den Bierbauch als Berg, als herrliche Landschaft und Kulisse inszeniert. Kleine Figuren erleben allerlei auf dem Bauch – sie erklimmen ihn wie Bergsteiger, musizieren dort oder feiern einfach darauf. Alle Infos zur Ausstellung gibt es hier. Mein Beitrag zur Ausstellung aus …

Das große Finale – Skandinavien im Winter

Unsere Reise geht zu Ende – mit einem großen Finale im Norden Schwedens. Der Nationalpark Abisko ist ein magischer Ort. Einmalige Natur in wunderbarer Lage, ein Glücksfall für die Besucher und den schwedischen Tourismusverband STF, der im Nationalparkzentrum die Besucher abzockt. Wir haben uns dort zwei Tage einquartiert und erleben in der ersten Nacht ein wunderbares Nordlicht. Über eineinhalb Stunden vollzieht sich die Lichterscheinung am klaren Himmel über dem See Torneträsk und dem Berg Nuolja. Wissenschaftler können das Phänomen gut erklären. Uns fasziniert das unterschiedlich starke grüne Licht, das über den Himmel zieht und sich dabei ständig verändert. Frieren müssen wir bei der Beobachtung auch nicht, denn es ist für den März mit Temperaturen um den Gefrierpunkt viel zu warm – der Schnee schmilzt wie es hier sonst im Mai üblich ist. Und so entscheiden wir am kommenden Tag auch, dass wir in den nahen Skigebieten Björkliden und Riksgränsen nicht Skifahren, denn dafür ist es eigentlich zu warm. Stattdessen fahren wir auf den Berg Nuolja und ich steige mit Schneeschuhen noch zum Gipfel hinauf. Beeindruckende Ausblicke …