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Ein Mal-Sommer in den Bergen

Der Besuch beim „Maler in den Bergen“ war fest vereinbart – seit Monaten. Doch was interessiert das Bergwetter, was sich der Journalist und der Maler ausdenken. Und so fällt der erste Besuchstermin Mitte September hoch oben auf der Alm in Hinterstoder regelrecht ins Wasser. Wenige Tage vor dem zweiten vereinbarten Termin dann der Anruf von Peter: „Bei uns hat’s 40 Zentimeter geschneit“. Beim Blick auf die Webcam, die die Alm beobachtet, dann die weiße Überraschung. Was tun? An den ersten beiden Tagen kann Peter die Alm nicht verlassen. Doch am dritten Tag kommt dann Almbauer Willi Jansenberger herauf und die Strecke ist mit Allrad und Schneeketten wieder befahrbar. Wetterkapriolen – sie ziehen sich wie ein roter Faden durch Peters Almsommer. Seine Idee, einen Sommer lang auf der Alm auf 1900 Metern Höhe hoch über Hinterstoder zu malen, ist dennoch gut. Doch der Sommer 2017 war ein durchwachsener. Es fängt schon an als der Transport des neun Tonnen schweren mobilen Atelier-Containers von Gleißenberg im Bayerischen Wald nach Hinterstoder in Oberösterreich und dann hinauf die Alm wegen …

Die Welt im Umbruch

Die Vorstellung mutet heute merkwürdig an – wenn der Ministerpräsident den Glauben wechselt, dann müssen alle Bürger mit wechseln. Früher war das tatsächlich so: wenn der Herrscher den Glauben wechselte, dann folgten ihm alle Untertanen. Oder sie mussten das Land verlassen. „Cuius regio, eius religio“ – so der Grundsatz hatte früher extreme Folgen für die Untertanen. Zum Beispiel in der Pfalz Neuburg im heutigen Neuburg an der Donau – Thema der großen Ausstellung „Fürsten Macht & wahrer Glaube“ im Reformationsjubiläumsjahr. In der Pfalz Neuburg mussten die Untertanen gleich mehrfach die Konfession wechseln, weil ihre Herrscher es so wollten. Tatsächlich lässt sich die wechselvolle Konfessionsgeschichte von der Reformation zur Gegenreformation an kaum einem anderen Ort besser erzählen als rund um das Neuburger Schloss. Jede Konfession hat hier auch seine eigene Kirche. Drei große Ausstellungen in Bayern beleuchten im 500. Jahr der Reformation die spannenden Umbrüche zur Zeit Martin Luthers. Im Neuburger Schloss, im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und in der Veste Coburg und der Morizkirche kann man der Reformationsgeschichte aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln begegnen. Von Katholisch …

Bild-Sommer im Atelier-Container

Künstler und ihre Kunst – sie erweitern unseren Horizont, wenn wir uns auf sie einlassen. Und bei Peter Lang gilt das ganz besonders. Denn der Horizont ist, wenn man so will sein Thema. Denn der Künstler hat sich der Landschaftsmalerei verschrieben – und wenn er malt, dann will er dem Horizont ganz nahe sein. Peter Lang (51) ist ein erfolgreicher Künstler aus Gleißenberg im Landkreis Cham. In den letzten Jahren entstehen seine großformatigen abstrakten Landschaftsbilder oft auf Reisen mit seinem Atelier-Container an entlegenen Orten auf den Kontinenten. Er hat ein halbes Jahr in Patagonien im Süden von Chile gemalt, in den Norwegischen Fjorden und in Island. In diesen Tagen spannt er wieder einmal Leinwände auf und packt sie ein – bis zu 80 passen in den Container. Sobald die Alpen schneefrei sind – vermutlich Ende Mai – wird der Container per Tieflader auf eine Alm im Toten Gebirge in Österreich gebracht. Den ganzen Sommer bis in den Herbst hinein wird er auf 1800 Metern auf der Alm leben und arbeiten. Wir begleiten ihn dabei für die Abendschau im …

Die Heilige Lucia in Bayern

Ein Mädchen mit brennenden Kerzen auf dem Kopf – am 13. Dezember feiern die Schweden die Heilige Lucia mit dem Luciafest. Jede Schule und jeder Kindergarten kürt seine eigene Lucia – und auch bei uns findet das Fest zunehmend mehr Anhänger. In Bayern gibt es rund um die Heilige Lucia allerlei Brauchtum. Wir berichten in der Abendschau im BR Fernsehen am Lucientag 2016 darüber. Die Heilige Lucia ist, wenn man so will, eine ökumenische Heilige. Denn obwohl sie im 3. Jahrhundert in Syrakus auf Sizilien lebte und von den Katholiken als Heilige verehrt wird, steht sie auch bei den Evangelischen in Skandinavien und Deutschland hoch im Kurs. Ihr Name Lucia bedeutet „die Leuchtende“. Und so erklärt sich auch die Verbindung nach Skandinavien und ihr Gedenktag am 13. Dezember. Denn vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders war der 13. Dezember der kürzeste Tag des Jahres mit der längsten Nacht. Und die Wintersonnwende war für die Skandinavier seit jeher von großer Bedeutung, da die Tage nun wieder länger wurden – bis zur Sommersonnwende. Schwedischer Chor München Und so …