Eine Kirche im Container

Der Welthandel würde ohne sie zusammenbrechen – ohne die Hochseecontainer, die auf Schiffen, LKWs und Zügen um die Welt transportiert werden.  Doch auch ohne Waren erfreuen sich die Container großer Beliebtheit – als Café, als Atelier des Künstlers Peter Lang, als „Fair-Shar€-Container in Salzburg und jetzt auch als „Containerkapelle“ in Aresing bei Schrobenhausen – die bild-schön medienproduktion begleitet Containerprojekte. Heute stellen wir die Containerkapelle von Aresing vor.

Ein Container in einem Gewerbegebiet in Aresing bei Schrobenhausen – ansich nichts besonderes. Zwischen Spezialtiefbaumaschinen des weltweit tätigen Konzerns Bauer und dem kleinen Metallbau-Betrieb von Xaver Ostermaier erweckt der Container dann aber doch Aufmerksamkeit.

Die vermutlich erste und einzige Kapelle der Welt in einem Standard-20-Fuß-Hochseecontainer hat Künstler Martin Knöferl gemeinsam mit dem Eigentümer Xaver Ostermeier auf 2,50 m Breite mal 6 Meter Länge erschaffen.

Die Vorgeschichte der Containerkapelle von Aresing ist lang. 2012 begann der Metallbauer mit dem Umbau des Seecontainers. Immer wenn neben dem Alltagsgeschäft Zeit ist, baut Xaver Ostermaier an seiner Kapelle weiter.  Warum – das behält der Schlosser bis heute für sich. „Irgendwann reifte der Gedanke, eine Kapelle zu errichten“, sagt er.

Und: „Die bedeutendste Öffnung der Kapelle ist aber die nach oben zum Himmel“. Durch ein Rohr fällt das Tageslicht auf den Altar. Und durch die Fenster, deren Gestaltung Martin Knöferl in seinem Atelier übernommen hat. Gemeinsam haben der Schlosser und Künstler dafür hochwertiges blaues Echt-Antik-Glas aus Waldsassen ausgewählt. Martin Knöferl zeichnet für die künstlerische Gestaltung verantwortlich: für die schlanken Seitenfenster und die Taube auf Glas hinter dem Altar – Symbol für den Heiligen Geist und den Frieden – für den Altar, den Boden.

Wir haben die Entstehung der Containerkapelle begleitet. Hier unser Beitrag aus der BR Abendschau:

Schließlich lässt Xaver Ostermaier in Passau sogar noch eine eigene Glocke für den Glockenturm auf seiner Containerkapelle gießen. Dann hat es noch einige Jahre gedauert bis die Kapelle im neuen Gewerbegebiet von Aresing ihren Platz gefunden hat. Jetzt wurde sie bei einer Messe mit rund 200 Gläubigen vom Ortspfarrer gesegnet. Sie liegt direkt an einem Fuß- und Radweg und ist tagsüber geöffnet, lädt zu Einkehr und Gebet ein. Und wer die Kirche aufmerksam betritt, für den hat Martin Knöferl noch eine besondere Überraschung bereit. Er hat einen Gedanken des aus Aresing stammenden Theologen und späteren Bischofs Johann Michael Sailer aufgegriffen. Von Außen ist auf rotem Glas in der Tür zu lesen: „Herr, nimm mich, wie ich bin.“ Und wer die Kirche verlässt, der liest: „Herr, mach mich, wie Du mich haben willst.“

 

Eiszeiten – eiskalte Impressionen

Dieser Winter hat seinen Namen verdient – zumindest in den letzten Februartagen. Eine Kältewelle mit starker Strömung aus dem hohen Norden bringt eiskalte Luft zu uns. Endlich hat das Natureis wieder einmal eine Chance. Und wir haben die Chance für eiskalte Impressionen – Eiszeiten bei der bild-schön medienproduktion.

Der Alte Kanal bei Schwarzenbruck nahe Nürnberg. Die Kälte mit zweistelligen Minusgraden hat selbst das fließende Wasser an den Wehren gefrieren lassen.

Im Auwald zwischen Neuburg und Ingolstadt gibt es auch ein besonderes Natur-Schauspiel. Es hat schon gefroren und dann sinkt der Wasserpegel in den Donauauen. Eisplatten bleiben an Bäumen und Baumstümpfen hängen.

Von Menschenhand – Künstler Markus Jordan hat am Kulturzentrum KAP 94 in Ingolstadt ordentlich Wasser eingesetzt, damit sich große Eiszapfen an dem alten Festungsbau bilden. Ich habe mit Markus schon spannende Drehs gehabt: er hat Eisskulpturen gestaltet und das Eis dafür hat er mit der Motorsäge aus Seen rund um Ingolstadt gesägt. Und er hat mit dem “Eleminator 600”, einer extrem starken blauen Lichtquelle mit mir in einer kalten Winternacht 2010 Festungsbauten in Ingolstadt angestrahlt.

Und schließlich – “Eiszeiten” – der eiskalte Film:

Langzeit-Projekte gesucht!

Wenn aus einer fixen Idee ein Plan wird und dieser schließlich in die Tat umgesetzt wird – dann ist die bild-schön medienproduktion gerne  mit der Kamera dabei! Wir begleiten Eure und Ihre Langzeit-Projekte. Wie zum Beispiel das Projekt der Jugendkirche der Evangelischen Jugend im Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Ein Jahr lang haben wir die jungen Leute begleitet – bis die Kapelle am Knappenberg fertig war.

http://bild-schön-medien.de/jugend-baut-kirche

Oder Peter Lang und sein Atelier-Container. Wir haben den Maler aus Gleißenberg im Bayerischen Wald besucht als er seinen Mal-Container bestückt hat. Und dann haben wir den Container auf seinem Weg hoch auf eine Alm nach Hinterstoder/Österreich begleitet. Und Peter beim Malen bei einem Wintereinbruch im September besucht.

http://bild-schön-medien.de/ein-mal-sommer-in-den-bergen

Und 2016 haben wir eine Hopfenbauernfamilie durchs Jahr begleitet.

http://bild-schön-medien.de/mit-dem-hopfen-durchs-jahr

Und jetzt suchen wir für das Jahr 2018 neue Ideen – gerne begleiten wir Euer und Ihr Projekt! Voraussetzungen: in einem überschaubaren Zeitraum sollte sich bei dem Projekt etwas bewegen, etwas entstehen, ein Ergebnis sichtbar werden. Und natürlich sollte es bildstark sein, Beispiele gibt es auf dieser Seite.

Ein Projekt für 2018 läuft bereits – der markante Baum auf dieser Seite. Er steht im Altmühltal, und wir begleiten ihn durch dieses Jahr.

Hier der neueste Film über Peter Langs Atelier-Container. Jetzt zeigt er bei Ausstellungen in Regensburg und München die Werke vom Almsommer in Hinterstoder.

Jugend baut Kirche

Ein außergewöhnliches Projekt – vor allem für die jungen Leute der Evangelischen Jugend Sulzbach-Rosenberg. Und auch für die bild-schön medienproduktion. Denn wir haben die Realisierung einer Holzkapelle am Jugendhaus Knappenberg nahe Amberg ein Jahr lang intensiv begleitet.

Kirchen haben die Menschen in früheren Jahrhunderten gebaut – als Symbol für ihren festen Glauben. Doch auch heute werden noch neue Kirchen gebraucht und gebaut. Und so hatten auch die jungen Leute in der Evangelischen Jugend Sulzbach-Rosenberg in der Oberpfalz die Idee, eine Kapelle zu bauen. Als Zeichen für ihren Glauben. Keine zwei Jahre hat es gedauert – von der Idee bis zur Weihe der Kapelle durch Schirmherrn Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm am 26. November 2017.

Ein bisschen verrückt war ihre Idee schon. Doch bald schon folgte auf dem Traum der Tatendrang. Ideen wurden entwickelt, ein Architekt plante und baute ein Modell, Zuschussanträge wurden formuliert, Aufgaben verteilt und Spenden gesammelt. Und dann kam der lang ersehnte Bescheid für die finanzielle Förderung aus dem EU-Leader-Programm.

Die neue Kapelle ist der spirituelle Begegnungsraum für das Jugendhaus Knappenberg, mitten im Wald gelegen. In den Pfingstferien verlegten die jungen Leute die Leitungen zum geplanten Standort. Und kurz vor den Sommerferien wurde die Kapelle aus großen Holzbauteilen dann bereits aufgerichtet. Jugendliche halfen mit, vor allem bei dem Anbringen von tausenden Holzschindeln an der Außenfassade. 1800 ehrenamtliche Arbeitsstunden leisteten sie, 35.000 Euro an Spenden sammelten sie ein.

Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm sagte in seiner Predigt zur Einweihung: “Ihr habt es geschafft! Wir haben es geschafft! Er ist wirklich ein Wunderwerk geworden, dieser Raum, in dem wir uns heute zum ersten Mal so versammeln. Gemeinsam, mit vereinten Kräften, mit großem Willen, Durchhaltevermögen, Geduld und manchmal auch der nötigen Ungeduld habt Ihr aus einer Idee/einer Vision Wirklichkeit werden lassen. Es war ein Down to the top Projekt, bei dem Ihr, liebe Jugendliche, mit guter Energie, zähem Verhandlungsgeschick, aber vor allem mit einem guten Geist so viele Erwachsene begeistert habt, dass Politiker, Geldgeber, Handwerker, Eltern, Kirchenleute, Euch dabei unterstützt haben, dass aus einer Zeichnung und aus Hölzern ein wunderbarer spiritueller Raum, eine Kapelle, geworden ist. Und auch ein großartiges Symbol in diesem Reformationsjubiläumsjahr. (…) Ich bin stolz auf Euch und auf Sie hier am Knappenberg und sage daher am Anfang meiner Predigt zunächst erstmal ein dickes und großes Dankeschön. Applaus, Applaus für Euch und Sie alle.”

Wir haben das Projekt journalistisch und filmisch intensiv für das Bayerische Fernsehen und die Evangelische Landeskirche begleitet. Die bild-schön medienproduktion hat sich auf die Begleitung von Langzeitprojekten spezialisiert. Außerdem ist das Projekt ein gelungenes Beispiel und eine Referenz für den Einsatz einer Drohne. Immer wieder haben wir das Gelände am Knappenberg beflogen. Entstanden sind herrliche Bilder und Beiträge mit engagierten Jugendlichen.

Unsere Beiträge zum Thema

https://www.br.de/mediathek/video/sulzbach-rosenberg-junge-leute-bauen-eigene-kirche-av:5a3a6ea6be905c0018156587

http://www.ardmediathek.de/tv/Abendschau-Gesichter-Geschichten-B/Projekt-Jugend-baut-Kirche/BR-Fernsehen/Video-Podcast?bcastId=5924750&documentId=39929582

Und der Link zum Architekten:

http://thiemannarchitektur.blogspot.de/2017/11/jugendkapelle-knappenberg_27.html