Zu Besuch in Hudlhub

Hudlhub ist überall – ein frei erfundenes typisch bayerisches Dorf, in dem sich skurille Geschichten und so manche leicht kriminelle Machenschaft ereignet. Hudlhub ist ein Kunstprojekt des Schrobenhausener Journalisten Matthias Petry, der einen gleichnamigen Roman geschrieben hat und eine Band mit dem gleichen Namen gegründet hat (mit Barbara Seitle und Sabine Beck), die mit dem ersten Album Hudlhub jetzt durch Bayern zieht. Am 20. Februar 2016 waren sie in Neuburg zu Gast:

Konzert in Neuburg

Wenn Matthias Petry von Hudlhub erzählt und die Lieder spielt, dann wird das Phantasiedorf lebendig. Hier leben Steffi, die sich in Charlie, Mitglied des Feuerwehrtrupps von Hudlhub, verknallt hat, der Landtagsabgeordnete Ludwig Haderlein, der Bürgermeister, der Pfarrer und viele andere Hudlhubber. Eines Tages taucht die Elfenbeinprinzessin auf und bringt so manches aus dem Lot. Denn sie verdreht gewissen Hudlhubbern den Kopf. Aber immer gemach, denn in Hudlhub gilt das Motto: Nur ned hudln.

Ich habe für die Abendschau einen Beitrag über Hudlhub gedreht:

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau-der-sueden/buch-band-hudlhub-100.html

Ein Bericht von unserem Dreh im Autorenkorrektiv Quindie:

http://www.qindie.de/die-abendschau-in-hudlhub/

Hudlhub gibt es auch im wirklichen Leben – ein kleiner Weiler im Landkreis Pfaffenhofen.

Ganz großes Kino

Kinotage bei der bild-schön medienproduktion: dreimal geht es um ganz großes Kino. Um Legenden, einen aktuellen Filmstart und eine große Filmproduktion. Bernd Eichinger, James Bond und Kluftinger. Drei Beiträge für die Abendschau im Bayerischen Fernsehen.

Bernd Eichinger und Rennertshofen

5000 Einwohner hat der Markt Rennertshofen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen. Und einen berühmten Sohn: Bernd Eichinger. Der Filmproduzent ist hier aufgewachsen und hat seine Mutter bis zu seinem viel zu frühen Tod 2011 hier regelmäßig besucht. Nun planen der Kulturhistorische Verein Rennertshofen und Alfred Bircks zur Erinnerung ein Eichinger-Museum im früheren Kino des Dorfes. Wer das “Cinema” betritt, spürt noch etwas vom Geist der “Lichtspiele” – ein perfekter Ort für die Erinnerung an den großen Filmproduzenten. Wir berichten über die Pläne und besuchen das “Cinema”.

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau-der-sueden/bernd-eichinger-museum-100.html

Detlef Bothe in James Bond Spectre

Detlef Bothe

Am 5. November startet der 24. James-Bond-Film in die Kinos. In “Spectre” wird Daniel Craig durch eine mysteriöse Nachricht der in Skyfall gestorbenen „M“ um den Erdball geschickt. Mexiko, Rom, Sölden in Österreich sind einige der Drehorte – und dort hat auch der deutsche Schauspieler Detlef Bothe seine kleine Rolle als – erfolgloser – Schurke. Wir treffen ihn in München und er erzählt vom James-Bond-Set. Eine gemeinsame Szene mit Daniel Craig oder Bösewicht Christoph Waltz hat er nicht – aber er gehört zu dessen böser Truppe.

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau/james-bond-spectre-148.html

Am Set bei Kluftinger

Zwei Monate lang – bis zum 1. Dezember – werden in Koproduktion mit dem BR im Allgäu gleich zwei Kluftinger-Bücher verfilmt: “Schutzpatron” und “Herzblut”. Beim großen Drehtag für “Schutzpatron” in Memmingen mit rund 200 Komparsen waren wir dabei. Das Museum mit der zurückgekehrten Reliquie des St. Magnus wird eröffnet und viele wollen dabei sein … Wir waren als Komparsen und Journalisten eingeladen, der großen Museumseröffnung beizuwohnen.
Ausgestrahlt werden die neuen Kluftinger an einem Donnerstag 2016 um 20.15 Uhr in der ARD … und vielleicht sind meine Kollegen und ich ja auch für den Bruchteil einer Sekunde zu sehen.

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/abendschau-der-sueden/kluftinger-krimi-verfilmung-100.html

Vorder Heimat und Hinter Heimat

Der Beitrag der bild-schön medienproduktion zur ARD-Themenwoche “Heimat” 2015. Vorder Heimat und Hinter Heimat – zwei kleine Weiler, herrlich gelegen in der Gemeinde Dasing im Landkreis Aichach-Friedberg. Bauernhöfe, ein Pferdehof, Idyll – wie es sich gehört, in der Heimat scheint die Welt noch in Ordnung zu sein.

Sternstunden: Jüdische Soldaten

Wer den Beruf des Journalisten ergreift, der erlebt immer wieder einmal Sternstunden. Immer dann wenn ich Menschen treffe, die etwas Besonderes an sich haben, eine Botschaft, Charisma vor allem, die etwas ausstrahlen, dann sind das für mich Sternstunden. Ich durfte in Berlin den prominenten Juden Rafael Seligmann interviewen, Autor des „Musterjuden“, heute Herausgeber der Zeitung „Jewish Voice from Germany“.

Er lebt fröhlich vor, wie er sich jüdisches Leben in Deutschland heute vorstellt: nachdenklich, nicht verbittert, humorvoll und klug kommentiert er das Geschehen unser Land. Seligmann sagt, deutsche Juden sollen ganz normaler Teil der Gesellschaft sein und nicht glauben, bessere Staatsbürger sein zu müssen. Juden haben eine 1600jährige Tradition in Deutschland, sie müssen nichts beweisen.

Was mir auch sehr gut gefallen hat: Unsere Gesellschaft besteht aus Minderheiten, so Seligmann. Und wer Juden verfolgt, der verfolgt irgendwann auch andere Minderheiten. Deshalb muss die Gesellschaft wachsam sein.

Anlass für das Interview, das ich mit ihm führen durfte, war ein spannendes Stück seiner Familiengeschichte. Sein Großvater Isaac Raphael Seligmann, von dem er seinen Namen hat, 1873 im schwäbischen Ichenhausen geboren, zog 1914 als Kriegsfreiwilliger in einem bayerischen Regiment in den Ersten Weltkrieg. Bis zum Ende des Krieges 1918 befehligte er an der Front in Frankreich eine Kompanie – als jüdischer Feldwebel-Leutnant, wurde wie durch ein Wunder zumindest körperlich nie verwundet. Für Juden wie ihn war es selbstverständlich als patriotische Deutsche in den Krieg zu ziehen. Dahinter steckte auch die Hoffnung endlich die volle Anerkennung als Deutsche zu bekommen.

Er bekam Orden, im Februar 1935 noch das Frontkämpferverdienstkreuz, hatte er doch vier Jahre lang an der Front seinem Heimatland gedient. Doch das Alles nutzte nichts. Als im Herbst 1935 die Nürnberger Rassegesetze erlassen wurden, versenkte Großvater Seligmann seine Orden im Flüsschen Günz in Ichenhausen und die Familie ging nach Palästina.

http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/stationen/stationen-juedische-soldaten-100.html

Eine Produktionen für das Magazin „Stationen“ der Redaktion „Kirche und Welt“ im Bayerischen Fernsehen: